[Rezension] Beim Leben meiner Tochter - Michel Bussi

22 August

Beim Leben meiner Tochter
Michel Bussi
Originaltitel: Ne lâche pas ma main
Paperback mit Klappenbroschur
(auch als ebook erhältlich)
Erschienen am: 16.03.2016
400 Seiten
ISBN: 978-3-7466-3193-6

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Die junge Familie Bellion macht Urlaub in La Réunion. Alles scheint perfekt, bis die Ehefrau Liane ihre Tochter Josapha und ihren Mann Martial am Pool zurücklässt und sich im Hotelzimmer etwas ausruhen möchte. Einige Hotelangestellte beobachten die junge Mutter dabei, wie sie in ihr Zimmer geht, aber niemand sieht sie wieder herauskommen. Als ihr Ehemann später nach ihr sehen möchte, ist das Zimmer leer und keine Spur von Liane zu finden. Doch die Polizei entdeckt Spuren von Blut und schnell rückt der Ehemann ins Visier, der behauptet unschuldig zu sein, gleichzeitig aber mit seiner Tochter Josapha flieht..


Michel Bussis Schreibstil ist einfach außergewöhnlich. Auch in seinen anderen Büchern, die ich bereits von ihm gelesen habe, bin ich ja schon immer ins Schwärmen geraten. Er schreibt mir einer Ruhe und Leichtigkeit, erzählt seine Geschichten langsam und trotzdem wahnsinnig spannend. Obwohl ich gerne durch Geschichten fliege, genieße ich es bei seinen Büchern, durch seine Geschichten auf einer Wolke zu schweben und alles langsam an mir vorbeiziehen zu lassen, ohne mich gelangweilt zu fühlen.

Die Story an sich hat mir auch hier wieder gut gefallen. Wie gewohnt gibt es einen Fall, bei dem man nicht weiß, wem man trauen kann und wem nicht. Spricht Martial die Wahrheit und hat wirklich nichts mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun? Oder weiß er doch mehr, als er zugibt? Was hat es mit dem befreundeten Ehepaar auf sich, das mit im Urlaub ist? Und haben die Hotelangestellten der Polizei wirklich das erzählt, was sie gesehen haben? Irgendwer verheimlicht immer etwas, aber man erahnt bis zum Ende nicht, wer es ist und wer hinter was steckt. Das liebe ich so an Bussis Büchern - alle haben Geheimnisse und man weiß nie, wem man vertrauen kann.

Leider muss ich sagen, dass "Beim Leben meiner Tochter" für mich trotzdem etwas schwächer war, als die anderen Bücher, die ich von ihm gelesen habe. Denn obwohl die Story toll ist und mir auch der Schreibstil wieder gefällt, so hat mich die Tatsache gestört, dass mir diesmal kein Charakter der Geschichte wirklich sympathisch war und ich mit ihm richtig mit fiebern konnte. Ich weiß nicht wieso, aber ich mochte Martial einfach nicht so gern und leider gab es auch keine andere Figur, die mir so richtig sympathisch war. Dadurch hab ich einen Charakter vermisst, der mein Interesse weckt und für den ich die Daumen drücken kann, dass es für ihn gut ausgeht. 

Nichtsdestotrotz ist "Beim Leben meiner Tochter" ein gelungenes Buch. Allein der ungewöhnliche und besondere Schreibstil lohnt sich, zu einem Bussi zu greifen. Wer also noch nichts von dem französischen Autor gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen, es lohnt sich!

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