[Rezension] Liv, Forever - Amy Talkington

23 Juli

Liv, Forever
Amy Talkington
Hardcover, Verlag: Beltz
Erschienen am: 24.03.2015
316 Seiten
ISBN: 978-3-407-74487-6
Leseprobe
 











Als Liv neu auf das Internat Wickham Hall kommt, merkt sie sofort, dass es hier nicht wie auf ihrer vorherigen Schule ist. Nicht nur, dass sie irgendwie eine Außenseiterin ist, es scheinen auch einige merkwürdige Dinge zu passieren. Gerade als Liv langsam Anschluss findet und sich in Malcolm, der ebenfalls Schüler am Internat ist, verliebt, passiert jedoch etwas furchtbares: Liv wird ermordet. Doch als Geist ist sie immer noch in Wickham Hall und versucht, den Geheimnissen und ihrem Mörder auf den Grund zu gehen und macht dabei so manche Entdeckung..

Nachdem mich das hübsche Cover des Buches aufmerksam gemacht hatte, wollte ich es unbedingt lesen, da mich auch der Klappentext neugierig gemacht hatte. Gleich zu Beginn war ich positiv vom Schreibstil der Autorin überrascht. Dieser ist sowohl für jüngere Leser als auch nicht mehr ganz so jugendliche etwas, da er sehr flüssig und locker leicht ist, sodass man schnell ins Geschehen einsteigen und die Handlung mit verfolgen kann.

Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Liv ist ein sehr kreativer Mensch, der nur wenig Kontakt zu anderen hat und in ihrer Kunst zu versinken scheint. Doch schnell merkt man, dass auch sie sich nach Kontakt zu anderen sehnt. Und so verliebt sie sich sehr schnell in Malcolm, einen geheimnisvollen, aber süßen Schüler. Besonders gern mochte ich Gabe, einen Jungen, der wie Liv ein Außenseiter ist und sich schnell mit dieser anfreundet. Er sorgt mit seiner lustigen Art für viel Humor und lockert die düstere Stimmung, die in Wickham Hall herrscht, etwas auf. 

Da man bereits durch den Klappentext weiß, dass Liv ermordet wird, hatte ich erwartet, dass dies gleich zu Beginn des Buches geschehen wird. Leider dauerte dies aber doch ein Weilchen, sodass sich der Anfang etwas hinzog, weil man bei jeder Gelegenheit darauf wartete, dass sie ermordet wird und der eigentliche Hauptteil, Liv als Geist, beginnt. Dafür wurde man aber durch zwischengeschobene Kapitel entschädigt, die aus der Sicht weiterer Geistermädchen geschrieben sind. So wurde eine schöne Abwechslung geschaffen, die mir gut gefallen hat.

Insgesamt fand ich die Geschichte wirklich durchdacht und lesenswert. Einzig die fehlende Tiefe muss ich etwas bemängeln. Natürlich handelt es sich um ein Jugendbuch, bei dem eine fantastische Geschichte und die Liebesbeziehung zwischen Liv und Malcolm im Vordergrund stehen und keine super tiefsinnigeren Themen behandelt werden. Trotzdem war mir gerade Livs Gefühlslage etwas zu flach. So hat sie zum Beispiel nur sehr wenige Gefühle nach ihrem Tod gezeigt (dafür, dass man sie gerade umgebracht hatte, wirkte sie sehr gelassen) und ich hätte mir hier mehr Emotionen bei ihr gewünscht.

Nichtsdestotrotz war der Roman insgesamt durchaus gelungen und schön für einen gemütlichen Abend. Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird (das Ende ist zwar in sich abgeschlossen, würde aber trotzdem noch Raum für einen Nachfolgeband bieten). Daher vergebe ich 4 von 5 Herzen für Liv, forever. 

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2 Kommentare

  1. Hallo Kristin,

    glaubst Du echt, dass es noch einen Folgeband geben wird? Ich dachte eigentlich das sei eine abgeschlossene Geschichte ;) Fand das Buch richtig genial, weil ich eigentlich eine schnulzige Liebesgeschichte erwartet hatte, aber dafür eine spannende Geistergeschichte bekam.

    Liebe Grüße,
    Moni

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    1. Huhu :)
      Also ich glaube auch, dass die Geschichte abgeschlossen ist, ABER ich hatte am Ende das Gefühl, dass die AUtorin sich mit dem ein oder anderen Satz noch die Option auf einen FOlgeband offen gehalten hat. Deswegen hate ich es auf jeen Fall nicht für ausgeschlossen :) Liebe Grüße an dich :)

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