[Plauderecke] Bloggen vs. Bachelorarbeit

Da bin ich endlich wieder!
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, kamen in den letzten Monat über nur vereinzelt Posts, aber es war insgesamt sehr wenig von mir zu hören. Der Grund dafür ist ganz einfach: meine Bachelorarbeit. Und da ich immer wieder gefragt wurde, was ich denn studiere und wie eine Bachelorarbeit in dem Bereich aussieht, möchte ich euch heute einen kleinen Einblick in das Thema geben und zeigen, was mich in den letzten Wochen vom Bloggen abgehalten hat.


Was studiere ich?

Mein Studiengang heißt Visuelle Kommunikation, was im Prinzip nichts anderes als Grafikdesign ist. Die Regelstudienzeit beträgt bei uns acht Semester und das Studium ist wirklich vielfältig und deckt alle Gestaltungsbereiche und -Aufgaben ab. Dazu gehört die Gestaltung von Print- und Webmedien, genauso wie das Entwerfen von Logos oder das Kommunizieren mit Werbung. Es geht vor allem darum, nicht nur etwas Schönes zu entwerfen, sondern auch eine passende Idee zu entwickeln, die Zielgruppe anzusprechen, mit der Gestaltung zu kommunizieren und vieles mehr. Dabei ist das Studium eine schöne Mischung aus praktischen und theoretischen Inhalten, sodass es nie langweilig wird und sehr viel kreativen Freiraum bietet.
Meine Bachelorarbeit


Im Gegensatz zu vielen anderen Studiengängen muss man für seinen Bachelor auch eine praktische Arbeit anfertigen. Auf welches Medium man dafür zurückgreift, ist freigestellt, sodass man sehr viele Möglichkeiten hat. Allerdings muss man schon im Voraus mit den Dozenten über sein Thema sprechen und auch während des Bachelorsemesters immer wieder zu Besprechungsterminen erscheinen. Da ich Printprodukte liebe, habe ich mich dazu entschieden, ein Magazin zu gestalten, das sich mit dem Thema Brauchtum beschäftigt.


Sieht man das fertige Ergebnis, denkt man gar nicht, wie viel Arbeit darin steckt - denn immerhin war ich die letzten vier Monate mit nichts anderem beschäftigt. Doch tatsächlich gibt es einiges zu tun. Neben sehr tiefgehenden Recherchen in dicken Wälzern und dem Sammeln von Informationen müssen auch Inhalte erstellt werden. In meinem Fall hieß das Beispielsweise, die Texte für den Inhalt zu verfassen und ins Erzgebirge zu fahren, um Fotos machen und Interviews führen zu können. Für die weitere Gestaltung ist es außerdem wichtig, ein genaues Konzept zu haben - jede Gestaltung, jede Idee muss später in einer zusätzlichen Konzeption festgehalten werden. Warum wurde welche Farbe gewählt, welcher Seitenaufbau, welche Schrift, welches Format? Welche Inhalte, welche Reihenfolge, welche Besonderheiten, welches Papier? Diese Fragen lassen sich ewig weiterführen. Jeder Gestaltungsschritt muss überdacht und begründet werden, sodass ziemlich viel Vorarbeit erforderlich ist.

Zu diesen konzeptionellen Überlegungen kommt dann die eigentliche Gestaltungsarbeit, wie das Bearbeiten der Fotos, Erstellen von Illustrationen und die Gestaltung der einzelnen Seiten. Es muss sich um eine Druckerei gekümmert werden, um ein Fotostudio und am besten auch noch ein Video für die Abschlusspräsentation erstellt werden. Hinzu kommt dann noch die Konzeption, bei der es nochmal schreiben, schreiben, schreiben heißt.

Mit meinem fertigen Magazin bin ich aber absolut zufrieden. Gleichzeitig freue ich mich riesig, es endlich geschafft zu haben, denn vier Monate Tag für Tag an dem gleichen Projekt zu arbeiten, wird auf die Dauer wirklich sehr anstrengend. Und auch auf dem Blog kann ich endlich wieder durchstarten, sodass euch in den nächsten Wochen wieder wie gewohnt regelmäßig Beiträge erwarten werden! Freut euch also schon einmal auf die nächsten Beiträge und lasst mir gerne Kommentare da: Welche Abschlussarbeiten musstet ihr schon anfertigen? Wie sieht/sah eure Ausbildung/Studium usw. aus? Ich bin schon sehr gespannt!

Kommentare:

  1. Hey Krissi,

    Interessantes Studium hast du da. Ich drück dir die Daumen für deine Arbeit. Ich weiß genau wie das ist, hab vor kurzem meine Masterarbeit in Linguistik bestanden, da musste ich auch praktisch forschen.

    Beste Grüße :)

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    1. Huhu Janine, dann noch herzlichen Glückwunsch zu bestandenen Masterarbeit! Weißt du schon, wie es jetzt für dich weitergeht? Liebe Grüße!

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    2. Ich unterrichte jetzt Deutsch als Fremdsprache, aber wenn der Kurs vorbei ist, wird es mich wohl zurück an die Uni verschlagen, um zu promovieren. Aber man weiß ja nie, wohin einen der Wind weht ;-).

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  2. Hallo Krissy.
    ich hätte tatsächlich nicht direkt gewusst, was sich hinter dem Namen des Studiengangs verbirgt, daher danke für die Erklärung und den kleinen Einblick. Das klingt wirklich interessant. Gerade die Bachelorarbeit ist ja anders, als man es aus anderen Bereichen gewohnt ist, aber nicht gerade nach weniger Arbeit. Ich hoffe, es hat dir trotzdem Spaß gemacht, auch wenn es natürlich anstrengend gewesen sein muss.
    Glückwunsch zum Abschluss der Arbeit! :)

    Liebe Grüße,
    Jacquy

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    1. Huhu Jacquy, vielen Dank! So wie dir ging es nämlich vielen, es kann fast nie jemand etwas mit dem Studiengang anfangen und jeder war total überrascht, dass ich nicht die "übliche" Bachelorarbeit schreiben muss. Ganz liebe Grüße!

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